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Lebensversicherung Verkaufen
Wenn dringender Geldbedarf besteht, kann eine Lebensversicherung zu Geld gemacht werden. Zur Auswahl steht die Kündigung der Versicherung, die Aufnahme eines Kredites bei gleichzeitiger Hinterlegung der Police als Sicherheit oder der Verkauf der Versicherung an einen Policenhändler. Bei einer Kündigung zahlt die Versicherung den aktuellen Rückkaufwert aus.
Dieser besteht aus den eingezahlten Sparbeiträgen und aus den bis zur Kündigung erzielten Überschüssen der Lebensversicherung. Bei erst kurz laufenden Lebensversicherungen ist der Rückkaufswert durch die Versicherungsgebühren sehr gering. Beim Policendarlehen erhält der Versicherte in Höhe des Rückkaufwertes ein Darlehen. Dafür fallen aber Zinsen an, die über den Guthabenszinsen der Police liegen. Das Darlehen wird später mit der ausgezahlten Versicherung zurückgezahlt.
Bei der Variante, die Lebensversicherung zu verkaufen, erhält der Versicherte in der Regel mehr Geld, als bei einer Kündigung. Wenn Versicherte ihre Lebensversicherung verkaufen wollen, müssen sie einige Bedingungen der Policenhändler beachten. Unter anderem kann ein minimaler Rückkaufswert vorgegeben werden, zum Beispiel 5.000 Euro und der Versicherungsvertrag darf nur eine maximale Restlaufzeit besitzen, die in der Regel bei 15 bis 25 Jahren liegt.
Einige Aufkäufer legen auch fest, dass der Ankaufspreis nicht in einer Summe, sondern über mehrere Jahre in Raten an den Versicherten gezahlt wird. Nicht immer ist das eine günstige Variante. Empfehlenswert ist es, wenn sich Versicherte, bevor sie ihre Lebensversicherung verkaufen, mehrere Kaufangebote einholen, da Policenhändler den Aufkauf auch ablehnen können. Auch eine Zustimmung der Versicherung zum Verkauf muss oft noch eingeholt werden. Wenn die Police verkauft wurde, ist es oft erforderlich, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, damit zumindest weiterhin das Todesfallrisiko und der finanzielle Schutz der Familie abgesichert sind.
